Knicks mit zwei Auswärtssiegen in Folge – nur noch ein Schritt vom Meistertitel entfernt

Knicks mit zwei Auswärtssiegen in Folge – nur noch ein Schritt vom Meistertitel entfernt

Die Neonlichter vor Madison Square Garden waren noch nicht ausgegangen, und schon redeten die Straßen von New York über die Route der Siegesparade. Die Knicks gewannen zwei Auswärtsspiele in Folge in den NBA-Finals und stellten auf 2:0 – ein Team, das seit 53 Jahren auf einen Meistertitel wartet, schreibt das Wort „Schicksal“ auf die Anzeigetafel.

Von den Play-offs an haben die Knicks ihre Siegesserie auf 13 Spiele ausgeweitet – in der Playoff-Geschichte ist diese Marke nur von längeren Serien übertroffen, und sie sind nach den Bulls von 1993 und den Rockets von 1995 das dritte Team, das die ersten beiden Finalspiele auswärts gewann. Hinter der Serie steht eine Mannschaft, deren Verteidigung immer härter wird und deren Umsetzung von Ballbesitz zu Ballbesitz immer stabiler ist; offensiv hat die Neuausrichtung der Rolle von Karl-Anthony Towns leise das Potenzial der Knicks neu definiert.

In den ersten beiden Finalspielen erzielte Towns im Schnitt 19,5 Punkte, 12,5 Rebounds und 4,0 Assists bei 56 % Gesamtwurfquote und 43 % von der Dreierlinie; in der Verteidigung hielt er zudem den direkten Gegenspieler auf 34,5 % Wurfquote. Er ist nicht mehr nur ein Abschlussspieler in der Zone, sondern eher ein Dreh- und Angelpunkt, der ans Spiel macht und Druck ausübt – seine Pässe fallen entschiedener, sein Switching in der Verteidigung ist härter. Gegen Victor Wembanyama drückte Towns mit seiner Leistung in beiden Spielphasen fast den Einfluss des jungen Supertalents. Wenn Towns die Obergrenze dieser Serie hebt, bleibt Jalen Brunson derjenige, der das Playoff-Tempo unberechenbar macht; Brunson spielt weiterhin auf einem „Playoff-Genie“-Niveau, doch dieser Titelanlauf der Knicks ist offensichtlich das gemeinsame Erfolgsversprechen einer ganzen Mannschaft – und keine Ein-Mann-Show.

Bei den Spurs ist die Lage offensichtlich alles andere als ideal. Die Serie begann vor heimischem Publikum, und man galt ursprünglich als Favorit – doch gleich zu Beginn kassierten sie zwei Heimniederlagen, und der Druck eines Spiels mit dem Rücken zur Wand türmt sich vor der eigenen Halle auf. Doch die Widerstandskraft im Blut der Mannschaft ist nicht verschwunden – Wembanyama wirkte nach dem Spiel sogar gelassen: „Oft kommt es darauf an, die Gegenwart anzunehmen, einen Schritt zurückzutreten, den Weg hinter sich zu betrachten und gleichzeitig klar zu sehen, was noch vor einem liegt. Akzeptiere, wer ich bin, wo ich bin, was ich tue. Das ist alles, wofür ich je geträumt habe – man muss nicht zu viel darüber nachdenken.“

Ein 0:2-Rückstand bedeutet noch nicht, dass die Serie entschieden ist. Will San Antonio den Turnaround schaffen, muss Victor Wembanyama seine dominante Präsenz auf beiden Seiten des Parketts zurückfinden, und die Spurs müssen die Energie in ihrer Heimhalle früher in Punktevorteile ummünzen. Für die New York Knicks erinnern der psychologische Druck der 13 Siege in Folge und die historischen Beispiele für einen erfolgreichen Auswärtsstart daran: Das Zeitfenster ist offen. Gewinnen sie auch das dritte Spiel, stehen die Knicks nur noch einen Schritt vom Planen einer Meisterparade entfernt – die eigentliche Prüfung wird sein, ob sie im schwierigen Umfeld der Spurs-Heimhalle ihren Spielstil konsequent durchziehen können.

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