Senna setzt auf Spanien bei der WM 2026

Senna setzt auf Spanien bei der WM 2026

Wenn Marcos Senna über die WM 2026 spricht, klingt das nicht nach den Höflichkeiten eines erfahrenen Profis, sondern nach echter Vorfreude auf den Fußball selbst. Der in Brasilien geborene Mittelfeldspieler, der seine Spuren in der spanischen Nationalmannschaft hinterlassen hat, betrachtet den globalen Fußball heute aus der Rolle des Beobachters – nach seiner Einschätzung wird die in den USA, in Kanada und in Mexiko ausgetragene Weltmeisterschaft spannend genug, und Spanien gehört weiter zu den Titelkandidaten.

Der Weg ab Corinthians

Sennas Fußballleben begann mit immer wieder derselben Frage: Traust du dich, den nächsten Schritt zu gehen? Als er 1999 zu Corinthians wechselte, stand er gerade erst am Anfang seiner Profikarriere und gewann prompt die brasilianische Meisterschaft, den Klub-WM-Titel 2000 sowie den Staatsmeistertitel; zwar verpasste er knapp die Copa Libertadores, doch jene Phase verwandelte ihn rasch vom Neuling zum Sieger. In der Kabine standen erfahrene Größen wie Rincón, Dida und Marcelinho – Niederlagen waren unerträglich, Siege eine Lektion in Führung. Senna betonte später mehrfach, dass gerade jene zwei Jahre die Basis dafür legten, wie er mit Hochdrucksituationen umgeht.

Nach Europa und die Villarreal-Legende

Sein Wechsel zu Villarreal 2002 markierte den zweiten großen Wendepunkt in Senas Karriere. Damals war der Weg nach Europa für brasilianische Spieler alles andere als leicht, doch er hatte „In Europa spielen“ schon als Jugendlicher geträumt. Beim Gelben U-Boot wuchs er vom Außenseiter zum Vereinslegenden – und legte damit den Grundstein für sein späteres Spiel für Spanien. Identität, Sprache und taktische Neuorientierung definieren die Grenzen eines Spielers weit mehr als die Summe auf dem Transfercheque.

Warum er weiter auf La Roja setzt

Senna zählt Spanien zum obersten Favoritenkreis für die WM – die Logik dahinter ist nicht kompliziert: Die Mannschaft hat gerade auf europäischer Bühne bewiesen, dass sie Meisterschaftsniveau besitzt, der technisch geprägte Spielstil ist ausgereift, und die Kaderstruktur befindet sich in der besten Phase. Nach unseren Informationen steht Spanien aktuell auf Platz 2 der FIFA-Weltrangliste mit 1876,40 Punkten, ein minimaler Rückfall um eine Position gegenüber der vorherigen Ausgabe; in jüngster Zeit gab es gegen England, Tschechien und andere Teams hintereinander 0:0-Unentschieden, doch die Partien boten reichlich Substanz – in einer davon 66 % Ballbesitz, 679 Pässe mit einer Erfolgsquote von 90 %, 13 Schüsse und 4 aufs Tor, weiterhin typischer Pass-und-Press-Stil. Ein Remis bedeutet nicht Schwäche, sondern eher ein Signal zur Feinjustierung des Rhythmus vor dem großen Turnier.

Beobachtungspunkte zur WM 2026

Die WM 2026 wird auf 48 Teams erweitert und in den USA, Kanada und Mexiko ausgetragen – die hohe Spieldichte und der Reiseaufwand werden die Bedeutung einer tiefen Kaderbreite noch stärker hervorheben. Senna ist überzeugt, dass nicht nur einzelne Stars den Verlauf bestimmen, sondern wer es schafft, den Europameister-Status in ein interkontinentales Turnierumfeld zu übertragen. Für Spanien werden die Kontrolle im Mittelfeld, die Effizienz im Umschalten über die Flanken sowie die Durchsetzungsfähigkeit gegen körperlich robustere Gegner die entscheidenden Prüfungen in der K.-o.-Phase sein.

Von den Jugendjahren bei Corinthians über die Legendenjahre bei Villarreal bis hin zum Spanien-Nationalspieler – Sennas Karriereweg zeigt bereits: Turnierprognosen beruhen nie allein auf dem Papier-Ruf, sondern darauf, ob eine Mannschaft die psychologische und taktische Weiterentwicklung bereits abgeschlossen hat. Kann Spanien seinen jüngsten Ballbesitzvorteil in Chancenverwertung ummünzen, steht dem eigenen Meisterschaftsrhythmus in Nordamerika nichts im Wege. Für Fans lohnt es sich, die Startelf-Rotation und die Abschlussquote der Stürmer in den Freundschaftsspielen der La Roja genau zu verfolgen – das wird der tatsächlichen Titelchancen näher kommen als jede mündliche Prognose.

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