Manchester United erlebt eine dramatische Wendung auf der Liste der Sommer-Verstärkungen im Mittelfeld: Nach zwei aufeinanderfolgenden Trainingsplatz-Konflikten zwischen dem Real Madrid-Mittelfeldspieler Valverde und Tchouaméni hat der Klub die Priorität von Tchouaméni auf Valverde verlagert – die Wechselgerüchte nehmen entsprechend Fahrt auf.
Konflikt eskaliert – Valverde fällt zwei Wochen aus
Letzte Woche brachen im Trainingszentrum von Real Madrid zwei Mittelfeldkonflikte nacheinander aus. Beim zweiten Auseinandersetzung prallte Valverde gegen einen Tisch, musste genäht werden und kam ins Krankenhaus; nach einer disziplinarischen Sitzung im Klub wurden beide mit je 50.000 Euro Geldstrafe belegt und mussten sich vor der gesamten Mannschaft entschuldigen. Der spanische Journalist Ramón Álvarez de Mon berichtete, dass ein Teil der Kernspieler Valverde im Sommer verkaufen möchte, da er die Kabinenatmosphäre beeinträchtige; anderen Berichten zufolge habe Valverde Tchouaméni beschuldigt, den ersten Streit ausplaudert zu haben – was zum Auslöser des zweiten Konflikts wurde. Tchouaméni spielte am Sonntag beim El Clásico mit (0:2-Niederlage), während Barcelona den Titel in der La Liga verteidigte; Valverde fällt wegen einer Kopfverletzung etwa zwei Wochen aus.
United wechselt das Ziel – Carrick ringt bis Saisonende um den Champions-League-Platz
Laut dem Chef-Sportjournalisten der Mirror Jeremy Cross plant Manchester United einen „spektakulären Transfer-Coup“ und will nach Öffnung des Sommertransferfensters Kontakt zum 27-jährigen Valverde aufnehmen. Die Red Devils müssen diesen Sommer zwei bis drei Mittelfeldspieler verpflichten; INEOS hatte zuvor Tchouaméni lange im Blick. Der französische Nationalspieler will Madrid jedoch nicht verlassen, und Real will ihn nicht abgeben – daher richtet United den Fokus auf Valverde, dessen Lage delikater ist. Interimstrainer Michael Carrick hat das Team in die Top fünf der Premier League geführt; United spielt nächste Saison in der Champions League, eine Aufwertung im Mittelfeld ist längst Pflicht.
Ferdinand setzt weiter auf Tchouaméni
United-Legende Rio Ferdinand sagte auf YouTube, er habe sich mit Tchouaméni getroffen und halte ihn für „spielstark und kämpferisch“; Trainingskonflikte beeinflussten seine Einschätzung zur Verpflichtung nicht. Gerate Real intern ins Wanken, solle United konsequent zugreifen. Tchouaméni will jedoch klar in Madrid bleiben, und die Wahrscheinlichkeit, dass Real ihn verkauft, ist äußerst gering – Valverde gilt daher als realistischerer Ansatzpunkt.
Aus der Logik der Verhandlungen folgt: Nachdem die Tchouaméni-Spur blockiert ist, nutzt United Spaltungen in der Real-Kabine, um eine Alternative zu finden. Valverdes Qualität steht außer Frage; ob Real ihn aber wirklich abgibt, falls er – wie berichtet – von Teamkollegen isoliert wird, und ob der Spieler selbst den Bernabéu verlassen würde, bleiben die größten Fragen des Sommertransferfensters.