Walker setzt auf Saka im WM-Achtelfinale: England darf nicht mehr nur auf Kane und Bellingham setzen

Walker setzt auf Saka im WM-Achtelfinale: England darf nicht mehr nur auf Kane und Bellingham setzen

Gruppenspiel-Abschluss: Gruppensieg, Angriff weiterhin ohne Tiefe

England besiegte am Samstag Panama mit 2:0, sicherte sich die Gruppenspitze in Gruppe L der Weltmeisterschaft und trifft am Mittwoch in Atlanta im Achtelfinale auf den DR Kongo. Es war der zweite Sieg in Folge, der die Begeisterung der Fans nicht vollständig entfachte – Harry Kane und Jude Bellingham trafen erneut und bewahrten Thomas Tuchels Mannschaft die Kontrolle über den weiteren Kurs, doch die im Spiel offenbarten Probleme werden vor der Schwelle zum K.-o.-System noch deutlicher.

Ein Blick auf den Gruppenverlauf: England startete im ersten Spiel gegen Kroatien stark, ließ danach mit einem Unentschieden gegen Ghana nach; im Schlussrundenspiel gegen Panama, Rang 33 der FIFA, brauchte Tuchel weiterhin dauerhafte Leistungen seiner Schlüsselspieler, um das Ergebnis zu sichern. Die Datenbank zeigt, dass Panama bei einer Niederlage in diesem Turnier 12 Schüsse und nur 33 Prozent Ballbesitz hatte; Engunterschied, reicht aber nicht aus, um zu belegen, dass die Mannschaft in Topform ist.

Walkers Sicht: Neben dem Schlüssel-Duo muss Saka „einen Schritt nach vorn“ machen

Der ehemalige englische Nationalspieler Kyle Walker, der 96 Länderspiele absolvierte, erklärte öffentlich, dass die Three Lions im Fall einer weitergehenden WM nicht allein auf die starke Form von Kane und Bellingham setzen können. Seiner Meinung nach war Bellingham im Spiel gegen Panama am überzeugendsten; in der zweiten Halbzeit trieb er das Team mehrfach nach vorne. Kane erzielte erneut ein Tor auf typische Mittelstürmer-Art – „Das ist genau das, was Harry Kane tun soll.“

Walker betonte jedoch zugleich, dass die Knockout-Gegner Stufe für Stufe stärker werden und das gesamte Team noch fünf bis zehn Prozent zulegen muss. Er richtete den Blick auf Bukayo Saka: „Ich gl Topniveau gehalten habe; als einer der erfahreneren Spieler im Kader sollte er das Spiel wie Kane und Bellingham aktiv übernehmen.

Sakas Startelf-Einsatz und Kontroversen abseits des Platzes

Im Spiel gegen Panama feierte Saka seinen ersten Startelf-Einsatz bei dieser WM. Obwohl es Stimmen gab, die das Einsatzverhalten einiger Flügelspieler im Sieg infrage stellten, ließ sich Walker von Diskussionen außerhalb des Platzes nicht beeinflussen und hält weiterhin daran fest, dass Saka die Voraussetzungen mitbringt, sein Talent in der entscheidenden Phase einzulösen. Für ein Team, das tiefer in das Turnier vordringen will, wird der Ausgleich zwischen stabiler Leistung der Schlüsselfiguren und Kreativität über die Außenbahnen ein tterschätzen sollte. Das Team steht derzeit auf Platz 46 der FIFA-Weltrangliste, zwei Plätze höher als zuvor, mit 1478,35 Punkten. In der Gruppenphase dieser WM erzielte der DR Kongo in einem Sieg drei Tore, führte 19 Schüsse aus, erreichte eine Ballbesitzquote von 58 Prozent und eine Passquote von 82 Prozent – und zeigte damit einen organisierten, nach vorne spielenden Kollektivfußball.

Im Vergleich dazu kam Panama in der Niederlage auf 12 Schüsse bei nur 2 Torschüssen und 16 Fouls – die Abwehr stand unter deutlichem Druck. Würde England die Leistung aus dem letzten Gruppenspiel unverändert in die K.o.-Runde mitnehmen, könnte das Problem der unzureichenden Flügelunterstützung gegen taktisch ausgereiftere und körperlich aggressivere afrikanische Teams noch weiter verschärft werden.

Spielplan und Auswirkungen: Das Duell in Atlanta entscheidet den Kurs

Das Achtelfinal am Mittwoch in Atlanta wird Englands erste echte Bewährungsprobe in dieser WM-K.o.-Runde. Die Torgefahr von Kane und Bellingham bleibt Tuchels verlässlichstes Ass, doch die von Walker benannte Rolle des „dritten Mannes“ – ob Saka im K.o.-Tempo den Schritt von Anpassung zu Durchbruch schafft – könnte darüber entscheiden, ob England reibungslos ins Viertelfinale vordringt.

Aus organisatorischer und spielplanerischer Sicht hat England mit dem Gruppensieg einen relativ günstigen Weg erkauft, doch in der K.o.-Phase ist kein Fehler erlaubt. Können Saka, andere Flügelspieler und unterstützende Mittelfeldspieler den Druck auf die Schlüsselfiguren nicht abfedern, droht den Three Lions trotz ihrer Papierstärke als viertbestes Team im FIFA-Ranking bereits im Achtelfinale ein harter Kampf. Walkers Aussage wirkt eher wie eine Warnung: In der zweiten WM-Hälfte funktioniert das Modell nicht mehr, einzelne Stars über Wasser zu halten – das gesamte Team muss gemeinsam einen Schritt nach vorn machen.

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