Donnerstag wurde der Großteil des Hinspielplans in der Conference-League-Qualifikation absolviert – 21 von 26 Duellen fanden statt, nachdem fünf bereits zu Wochenbeginn ausgetragen worden waren. Für viele Vereine sind diese Partien mehr als nur ein einzelnes Ergebnis. Sie sind der erste Schritt auf dem Weg zurück zum regelmäßigen Europapokal-Fußball, zu neuen Einnahmen und zu der Art Aufmerksamkeit, die den Verlauf einer Mannschaft über eine ganze Saison prägen kann.
RFS bauen Bilanz gegen Nordirland aus
Die lettische Mannschaft RFS verwandelte einen schwierigen Start in einen wertvollen Auswärtssieg und drehte nach einem Rückstand das Spiel, um Glentoran in Belfast mit 2:1 zu schlagen. Zeno Ibsen Rossi verschaffte dem nordirischen Klub einen frühen Vorteil, doch Martins Kigurs erzielte beide Treffer für die Gäste aus Riga.
Das Ergebnis fügt sich in ein größeres Muster in RFS' kurzer, aber ehrgeiziger Europahistorie. Der erst vor einem Jahrzehnt gegründete Club hat bereits die Gruppenphase sowohl der Europa League als auch der Conference League erreicht und in drei der letzten vier Saisons mindestens die Play-off-Runde erreicht. Sie bleiben gegen Gegner aus Nordirland ungeschlagen, nachdem sie zuvor auf dieser Stufe Linfield und Larne ausgeschaltet hatten.
Für Glentoran bedeutet die Niederlage ein anspruchsvolles Rückspiel und unterstreicht, wie kostspielig ein langsamer Start sein kann, wenn man es mit Gegnern zu tun hat, die an enge kontinentale Duelle gewöhnt sind.
Dinamo Tbilisi treiben die lang ersehnte Rückkehr voran
Dinamo Tbilisi startete eindrucksvoll in ihre Qualifikationskampagne und traf innerhalb der ersten 20 Minuten zweimal auf dem Weg zum 2:1-Sieg in Luxemburgs Mondorf-les-Bains. Der georgische Rekordmeister, Sieger des UEFA-Pokals der Pokalsieger 1980/81, verpasste in der vergangenen Saison den Europapokal-Fußball und ist seit 2019/20 nicht mehr aus einem Zwei-Spiele-Duell weitergekommen.
Diese Durststrecke hat den Fokus des Klubs auf diesen Lauf geschärft. Dinamo strebt die Rückkehr in die Gruppenphase an – zum ersten Mal seit 2004/05, als sie im UEFA-Pokal antraten. Eine starke Leistung im Hinspiel verschafft ihnen eine solide Ausgangsposition, doch die Arbeit bleibt unvollendet, bis die zweite Begegnung entschieden ist.
Shkendija setzen den Maßstab unter ehemaligen Gruppenphasenteilnehmern
Mehrere Vereine, die in jüngsten Conference-League-Ligaphasen-Saisons vertreten waren, begannen diese Woche den langen Weg der Rückkehr, und Nordmazedoniens Shkendija lieferte eine der überzeugendsten Leistungen. Fabrice Tamba erzielte zweimal beim 5:0-Sieg über Europa FC, ein Ergebnis, das die Mannschaft aus Gibraltar ohne einen einzigen Torschuss zurückließ.
Für Shkendija war in der Leistung eine klare Absicht erkennbar. Nach dem Geschmack von Gruppenphasenfußball gingen sie aggressiv vor, um eine langwierige Qualifikationsrunde zu vermeiden und sich wieder als Mannschaft zu etablieren, die europäische Gegner aus niedrigeren Rängen dominieren kann.
FCI Levadia Tallinn wiederholte dieses Ergebnis auswärts in Wales und besiegte Caernarfon Town mit 5:0, wodurch der walisische Klub im Rückspiel unmittelbar unter Druck geriet.
Späte Tore verschieben das Momentum in knappen Partien
Nicht jede Partie war früh entschieden. Borja Morales wurde die entscheidende Figur für Atletic Club d'Escaldes, erzielte in der 94. Minute den Siegtreffer und sein zweites Tor der Partie in einem 2:1-Sieg gegen Mornar Bar. In Finnland traf Bartol Barisic in derselben Minute für Bosniens FK Sarajevo und rettete ein 1:1-Unentschieden gegen Inter Turku, nachdem die Gäste vor dem Rückspiel im Gesamtergebnis in Gefahr gewesen waren, zurückzuliegen.
Diese späten Treffer gehen über den Spielstand hinaus. In der Qualifikation kann ein Tor tief in der Nachspielzeit Reisepläne, Kaderauswahl und das psychologische Gleichgewicht vor dem Rückspiel verändern.
Knappe Siege und Unentschieden halten Wege offen
FC Santa Coloma aus Andorra setzte sich in Wales mit 1:0 gegen Penybont durch, nachdem die Heimmannschaft einen Elfmeter nicht verwandeln konnte. In Estland sicherte Nomme Kalju mit dem gleichen Ergebnis gegen Linfield und verschaffte beiden Siegern knappe Vorteile, die sie zu verteidigen haben.
Die maltesischen Hamrun Spartans, die in der vergangenen Saison die Ligaphase erreicht hatten, spielten auf den Färöern gegen NSI Runavik 1:1 unentschieden. Tobias Bjornstad glich kurz vor der Stunde aus, nachdem Hamrun in der ersten Halblängern und welche nach einem Scheitern in der ersten Hürde einen weiteren Sommer der Reflexion erleben.