Hamilton holt Ferrari den ersten Sieg beim GP Spanien

Hamilton holt Ferrari den ersten Sieg beim GP Spanien

Am Circuit de Barcelona-Catalunya, strahlend blauer Himmel und brütende Hitze. Der siebte Lauf der Formel-1-Saison 2026, der Große Preis von Spanien, geht zu Ende – Lewis Hamilton siegt im Ferrari von Startplatz zwei und feiert seinen ersten Saisonsieg nach dem Wechsel zu Ferrari. Barcelona schreibt sich damit auf eine der markantesten Seiten im Saisonkalender 2026.

Am Samstag deutete alles auf Mercedes hin. George Russell setzte die schnellsten Zeiten im ersten und dritten freien Training und holte sich direkt die Pole-Position – die Silberpfeile wollten ihren Geschwindigkeitsvorsprung offenbar bis ins Rennen mitnehmen. Doch beim Start veränderte sich das Drehbuch. Hamilton fand nach dem Start sofort den Rhythmus, übte auf der gleichmäßig trockenen Strecke mit konstanten Rundenzeiten permanent Druck aus; während die Konkurrenz in ihr Boxenstopp-Timing geriet, baute der Ferrari mit der Startnummer 44 in sauberer Luft seinen Vorsprung Stück für Stück aus.

Die Hitze war der unsichtbare Gegner. 31 Grad Lufttemperatur, bis zu 54 Grad auf der Fahrbahn – Reifenmanagement war entscheidender als Motorleistung. Ferrari setzte unter den Hochtemperaturbedingungen auf eine Drei-Stopp-Strategie, alle drei Boxenstopps liefen sauber und ohne unnötigen Zeitverlust. Über volle 66 Runden und 307,236 Kilometer brauchte Hamilton 1:32:28,105 Stunden; in der Schlussphase stellte er mit 1:20,122 zugleich die schnellste Runde auf und stellte damit den Streckenrekord ein. Am Ziel betrug der Vorsprung 19,561 Sekunden – Russell, der von der Pole gestartet war, blieb die ganze Distanz dran und musste am Ende zusehen, wie der Führende in seinem Rückspiegel verschwand.

Bei McLaren verteidigte Lando Norris den dritten Platz – in dem Getümmel war das ein wertvoller Punktegewinn. Und Mercedes? Russell holte Platz zwei, respektabel genug, doch vom Pole-Start bis zum Ziel verlor er fast 20 Sekunden – in der Nachbesprechung wird man nachhaken. Noch auffälliger: Teamkollege K. Antonelli musste unterwegs aufgeben, ein Auto im Ziel, eines ausgeschieden – die Rechenarbeit in der WM-Wertung wird damit noch komplizierter.

Nach unseren Informationen war dies kein Sieg durch ein Zufallsüberholmanöver, sondern ein Erfolg aus Strategie, Hitzebeständigkeit und Umsetzungsstärke. Hamilton kassierte die vollen 25 Punkte plus den Bonus für die schnellste Runde und steht erstmals seit seinem Wechsel zu Ferrari ganz oben auf dem Podest. Nach dem siebten Rennen wird sich die Meisterschaftstabelle neu sortieren – ab jetzt werden Qualifying und Reifenverschleiß bei jedem Grand Prix unter die Lupe genommen.

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