Romano: Camavinga plant keinen Wechsel im Sommer

Romano: Camavinga plant keinen Wechsel im Sommer

Der bekannte Transfer-Experte Fabrizio Romano meldet sich erneut zu Wort: Eduardo Camavinga hat nicht vor, Real Madrid diesen Sommer zu verlassen. Der Spieler selbst wertet die enttäuschende Saison als Pech und will weiterhin um seinen Platz bei den Königlichen kämpfen; der Klub mag zwar Angebote anhören, betrachtet ihn jedoch keineswegs als Spieler, den man zwingend abgeben muss.

Vier Jahre von Rennes bis zum Bernabéu

Im Sommer 2021 verpflichtete Real Madrid den damals noch sehr jungen Mittelfeldspieler für rund 40 Millionen Euro von Rennes. Seit seinem Wechsel feierte er mit dem Team zweimal die La Liga und zweimal die Champions League und vollzog in der 85.454 Zuschauer fassenden Santiago-Bernabéu-Arena den Schritt vom Ligue-1-Talent zum Stammspieler eines Topklubs. Für einen 23-Jährigen spricht die beeindruckende Erfolgsbilanz für sich und unterstreicht, dass Real Madrid bei seiner Verpflichtung goldrichtig lag.

Verletzungen und Einsatzzeiten: Die zwei schwersten Saisons

In den vergangenen zwei Saisons haben Verletzungen und Fitnessprobleme seinen Rhythmus immer wieder ausgebremst. In der Saison 2024/25 stand er in der Liga nur elfmal in der Startelf; in dieser Saison kommt er in La Liga auf 16 Starts – immer noch deutlich hinter dem Niveau der Stammformation. Dass er auch links hinten aushelfen kann, war für den Trainerstab eigentlich ein Pluspunkt in der taktischen Auswahl – doch wenn der Körper keine konstante Leistung zulässt, verwandeln sich selbst viele Einsatzmöglichkeiten nicht in nachhaltigen Einfluss aufs Spiel. Romano betonte in seiner YouTube-Sendung am Donnerstag: Camavinga stuft die kollektiven Schwierigkeiten von Real Madrid nicht einfach als persönliches Versagen ein; er bevorzugt es, die Gegenwart als „eine unglückliche Saison“ zu bezeichnen – und kämpft weiter.

Ausschluss aus dem Nationalteam und psychologische Hürde

Vor der Weltmeisterschaft diesen Sommer fiel er aus dem Kader der Französischen Nationalmannschaft – für jeden französischen Nationalspieler ein schwerer Schlag. Interne Daten zeigen, dass Frankreich aktuell auf Platz eins der FIFA-Weltrangliste steht und sich um zwei Plätze verbessert hat; im WM-Kontext im Juni 2026 traf die Mannschaft nacheinander auf Senegal, Irak und Norwegen – jeweils 0:0. Der Wettbewerb auf internationaler Ebene ist härter denn je, und Camavinga kämpft zugleich mit begrenzten Einsatzzeiten beim Verein; diese doppelte Belastung bildet den Hintergrund für das, was Romano als „komplex für Cama“ beschreibt.

Interesse aus der Premier League und Haltung von Real Madrid

Auf dem Transfermarkt werden sowohl Liverpool als auch Manchester United mit Interesse an ihm in Verbindung gebracht. Fabrizio Romanos Linie ist jedoch eindeutig: Der Spieler möchte bleiben – „Seine Absicht ist es, zu bleiben“. Sollte Real Madrid im Sommer ein schweres Angebot erhalten, kann man ins Gespräch kommen, doch der Klub sieht ihn nicht als jemanden, der zwingend aus dem Kaderplan fallen muss – „Keineswegs jemand, der gehen muss“. Mit anderen Worten: Die Tür steht nicht zu, aber der Schlüssel liegt beim Spieler; und Camavinga plant derzeit nicht, das Sommer-Transferfenster als Fluchtweg zu nutzen.

Wie die Trainerbank diesen Mittelfeldspieler beurteilt

Vom Trainingszentrum aus betrachtet verfügt Camavinga weiterhin über einige der seltensten Qualitäten eines modernen Mittelfeldspielers: Ballbehauptung unter Druck, Antrieb nach der Drehung und Abdeckung in der Defensive. Das Problem liegt nicht darin, „ob er spielen kann“, sondern „ob er durchgehend spielen kann“. Wenn er in der nächsten Saison seine Einsätze in der Startelf von zweistelligen Zahlen zurück in den Bereich eines stabilen Stammspielers bringen kann, könnte er weiterhin eine Schlüsselfigur in Real Madrids Rotations- und Startelfkonzept im Mittelfeld sein. Romano erwähnte auch, dass er weiter um eine Rückkehr in die Nationalmannschaft kämpfen werde – ein realistischeres nächstes Ziel für den Spieler als ein kurzfristiger Transfer.

Was im Sommer zu beobachten gilt

Für die Fans gilt es, zwei Entwicklungen im Blick zu behalten: Erstens, ob ein Klub ein Angebot vorlegt, das die Führung von Real Madrid überzeugen kann; zweitens Camavingas körperliche und sportliche Verfassung in der Vorbereitung auf die neue Saison. Bleibt der Spieler bei seinem Wunsch zu bleiben und kann er nach der Winterpause seinen Einsatzanteil dennoch nicht steigern, dürfte die Diskussion erst richtig Fahrt aufnehmen. Nach dem aktuellen Informationsstand stimmt Romano mit seinen Aussagen von vor zwei Wochen überein – Camavinga liebt Real Madrid und möchte für Real Madrid spielen; ein „Wechsel“ im Sommer ist für ihn keine aktive Option.

Aus der Perspektive seiner Karrieregeschichte liest sich dies eher wie eine Geduldsprobe an einem beruflichen Wendepunkt als das Finale einer Transfer-Soap. In Rennes bewies er, dass er in der höchsten Spielklasse mithalten kann; am Bernabéu bewies er, dass er Titel gewinnen kann; als Nächstes gilt es zu beweisen, ob er in schwierigen Phasen seine Entschlossenheit, zu bleiben, in nachhaltige Leistungen als Stammspieler umsetzen kann.

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