Nach Informationen des italienischen Mediums TuttoJuve hat Juventus Everton und den englischen Nationaltorhüter Jordan Pickford auf die Sommer-Transferliste gesetzt. In Turin sucht man weiterhin auf dem Torhütermarkt nach einem geeigneten Stammtorhüter.
In der gerade beendeten Premier-League-Saison präsentierte sich Everton unter David Moyes auf Mittelfeld-Niveau und landete am Ende auf Platz 13 – nur vier Punkte hinter dem letzten Europapokal-Platz, wobei erst der achte Platz zur Conference League berechtigte. Pickford bleibt die zentrale Stütze zwischen den Pfosten und hat es auch in den WM-Kader von Englands Nationaltrainer Thomas Tuchel für 2026 geschafft, wobei das Turnier nur noch drei Tage entfernt ist.
Laut Bericht kann Pickford Turniererfahrung, Führungsqualitäten sowie die Fähigkeit mitzuspielen und zu parieren unter hohem Druck einbringen – genau jene Eigenschaften, die Juventus schätzt, um wieder an die europäische Spitze anzuknüpfen. Allerdings weist die italienische Presse auch auf Risiken hin: In seiner Karriere wechselten sich Höhepunkte und gravierende Fehler ab, besonders zu Beginn seiner Zeit bei Everton war er in Schlüsselmomenten nicht immer stabil; obwohl seine Form in den letzten Jahren deutlich besser geworden ist, würde seine Installation als Stammtorhüter eines Topklubs Skepsis hervorrufen. Hinzu kommen das hohe Transferentgelt und die Anpassung an das Tempo der Serie A – Kostenfaktoren, die Juventus abwägen muss.
Die realistischere Hürde kommt aus Merseyside. Laut einem Football365-Interview sagte TEAMtalk-Transferreporter Harry Wolkowycz, Pickford habe sich im Oktober vergangenen Jahres bis 2029 verlängert, lebe vor Ort stabil und habe keinen Wunsch, den Verein diesen Sommer zu verlassen. Als einer der wichtigsten Spieler von Everton dürfte der Klub den Torhüter auch kaum abgeben wollen.
Kurz vor dem WM-Start wird Pickford als Stammtorhüter für England antreten. Für Juventus hängt die Frage, ob man die Torhüterposition im Sommer upgraden kann, nicht nur von Angebot und Verhandlungen ab, sondern vor allem vom Willen des Spielers und der Bereitschaft von Everton, ihn ziehen zu lassen – bis dahin handelt es sich eher um ein potenzielles Geschäft, das ernsthaft geprüft, aber noch lange nicht in einer konkreten Phase ist.