Liverpool muss Gomez vor einem Wechsel zum AC Mailand bewahren

Liverpool muss Gomez vor einem Wechsel zum AC Mailand bewahren

Laut der Daily Mail dürfte Liverpool-Verteidiger Joe Gomez „sehr wahrscheinlich“ diesen Sommer den Verein verlassen und steht Angeboten von AC Mailand und Beşiktaş offen gegenüber. Die Führungsebene der Reds wird aufgefordert, alles daran zu setzen, diesen „unüberlegten“ Abgang zu verhindern – mitten in einem zweiten Sommer mit großem Kader-Umbruch könnte der Verlust eines der dienstältesten Spieler der Klubgeschichte die ohnehin angespannte Kabine zusätzlich belasten.

Die Abschiedsliste wird immer länger

An der Anfield-„Ausfahrt“ steht diesen Sommer längst Schlange: Andy Robertson und Mohamed Salah stehen fest vor dem Abschied, Alisson Becker erwägt ernsthaft einen Wechsel zu Juventus, Ibrahima Konaté wird in sechs Wochen vertragslos, und Curtis Jones könnte ebenfalls gehen, sollten die Vertragsverhandlungen scheitern. Zudem hat Federico Chiesa bei den Reds keinen Platz mehr, Cody Gakpo steht zum Verkauf, und Harvey Elliott kehrt nach dem Ende seiner Leihe nicht in die erste Mannschaft zurück. Würde Gomez ebenfalls nach Mailand wechseln, würde er mit den genannten Namen in einer Reihe stehen – als weiterer Kernspieler, der innerhalb kurzer Zeit verloren geht.

Interesse von Mailand geht in beide Richtungen, Vertrag läuft noch ein Jahr

Berichten zufolge herrscht zwischen dem 28-jährigen Gomez und AC Mailand gegenseitiges Interesse; der siebenmalige Champions-League-Sieger gilt als Klub, dem er „besonders aufmerksam zuhören“ würde. Beşiktaş zählt zwar zu den anfragenden Vereinen, rangiert aber klar hinten. Gomez selbst räumte Anfang dieser Woche ein, dass seine Zukunft offen ist: „Alles ist möglich, ehrlich gesagt weiß ich es selbst nicht. Der Vertrag läuft noch ein Jahr, aber so oder so bin ich seit elf Jahren hier und werde dem Klub immer dankbar sein.“ Ende des Monats wird er 29.

In den vergangenen Jahren plagten Gomez wiederkehrende Verletzungen, sein Einsatz kam entsprechend unregelmäßig – dennoch ist er mit seiner Vielseitigkeit als Innenverteidiger, Rechtsverteidiger und sogar im Mittelfeld für Liverpool unter Slot, der dringend die Abwehr neu sortieren muss, weiterhin taktisch wertvoll. Nach einer schwankenden Phase mit einem 1:1-Unentschieden und zuvor einer 2:4-Auswärtsniederlage ist die Abwehr ohnehin dünn besetzt; einen Veteranen, der die Klubkultur am besten kennt, jetzt ziehen zu lassen, birgt ein weitaus größeres Risiko als mögliche Transfererlöse.

Halten ist dringlicher als Loswerden

Die Fenway Sports Group hat sich entschieden, Slot zu behalten, doch der häufige Wechsel in der Aufstellung der vergangenen Saison gilt bereits als einer der Gründe für die schwankenden Leistungen der Reds. Sollte Gomez ablösefrei oder zu einem niedrigen Preis in die Serie A wechseln, würde das nicht nur die unmittelbare Schlagkraft schwächen, sondern auch nach außen das Signal senden, dass „die Reds weiter am Team rütteln“. Für den Milan wäre die Verpflichtung eines englischen Nationalspielers mit Premier-League- und Champions-League-Erfahrung in der Abwehr eine Verstärkung für die Rotation in der Verteidigung; für Liverpool hingegen gilt es, bei begrenztem Budget zuerst das defensive Gerüst zu stabilisieren.

Operativ betrachtet läuft Gomez’ Vertrag ins letzte Jahr – bleibt er, braucht es bald eine klare Planung: Vertragsverlängerung mit Festlegung oder ein angemessenes Preisschild und die Initiative in der Hand behalten. In diesem Sommer hat Liverpool bereits zu viele vertraute Gesichter verloren; lässt man nun auch noch einen der am längsten im Verein stehenden Spieler ziehen, droht schon vor dem Saisonstart ein Medien-Sturm um eine „umfassende Krise“.

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